Lemer Pax unterstützt Sie bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE).

Die STOP-MSE-Produktreihe wurde speziell für den Schutz der Anwender und höchsten Komfort entwickelt.

Ergonomische, benutzerfreundliche Lösungen bieten dabei einen optimierten Strahlenschutz.

Wie lassen sich Risikofaktoren für Muskel-Skelett-Erkrankungen identifizieren?

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE), auch als repetitive Belastungsverletzungen bekannt, umfassen eine Vielzahl von Beschwerden, die Gelenke, Nerven, Bänder, Muskeln oder Sehnen betreffen. Diese entstehen, wenn die körperlichen Anforderungen der Arbeit die Belastungsgrenzen des Körpers überschreiten. Verschiedene Risikofaktoren können zu MSE führen:

  • Individuelle Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand oder Stress.

  • Umweltfaktoren wie nicht ergonomische Arbeitsplätze, schlechte Beleuchtung, niedrige Temperaturen, Lärm oder Vibrationen.

  • Organisatorische Faktoren wie ein hohes Arbeitstempo, unzureichende Erholungszeiten, hohe Arbeitslast oder monotone Tätigkeiten.

  • Biomechanische Faktoren wie anstrengende Bewegungen, Verdrehungen oder ungünstige Körperhaltungen.

Eine Möglichkeit, diese Risiken zu erkennen, ist der Einsatz von 3D-Mannequins, die anhand der durchschnittlichen körperlichen Merkmale der Belegschaft modelliert werden. Diese Mannequins durchlaufen verschiedene biomechanische Analysen, darunter Belastungstests, um den Kraftaufwand von Gelenken und Muskeln bei bestimmten Tätigkeiten (z. B. Heben) zu messen.

Eine ergonomische Studie wurde in zwei Abteilungen für Nuklearmedizin in Zusammenarbeit mit der Fachagentur Le Studio d’Ergonomie durchgeführt. Nach der Analyse der Ergebnisse wurde die RULA-Methode (Rapid Upper Limb Assessment) angewendet, um Risiken im Zusammenhang mit repetitiven Bewegungen oder ungünstigen Körperhaltungen zu bewerten. Jeder Körperbereich erhielt eine Risikobewertung von 1 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko). Auf Basis dieser Analyse wurden ergonomische Empfehlungen entwickelt, um MSE-Risiken zu minimieren oder sogar zu eliminieren und so eine sicherere und komfortablere Arbeitsumgebung zu schaffen.

 
Bewertung verschiedener Körperbereiche anhand der RULA-Methode.

 

 

MSE in der Radiopharmazie und Nuklearmedizin

Im medizinischen Bereich erfordert der Umgang mit radioaktiven Stoffen ständige Aufmerksamkeit für die Arbeitsmethoden der Fachkräfte. Die dabei verwendete Spezialausrüstung, darunter abgeschirmte Strahlenschutzaccessoires und persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzschürzen, Fläschchenabschirmungen und bleiverstärkte Transportbehälter, ist oft schwer und unhandlich, was die täglichen Aufgaben erschwert. Diese Abschirmung, meist aus Blei für optimalen Strahlenschutz, ist zwar unerlässlich, kann aber bei häufiger Nutzung zu Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) führen. Der Aufstieg der präventiven und personalisierten Medizin hat zudem die Nachfrage nach Untersuchungen erhöht und die Belastung des medizinischen Personals weiter verstärkt.

Obwohl das Risiko von MSE in der Nuklearmedizin noch nicht umfassend erforscht ist, wird die Relevanz einer ergonomisch optimierten Arbeitsumgebung immer deutlicher.

In Frankreich sind MSD für 87 % der berufsbedingten Erkrankungen[1] verantwortlich, die zu Arbeitsausfällen und Personalmangel führen. Um diesem wachsenden Problem in der Nuklearmedizin entgegenzuwirken, hat Lemer Pax die neue Produktlinie STOP MSE entwickelt.

 

 

 

Produktlinie STOP MSE

Shielded hot cell

Easypharma Compact® Heißzelle

Eine ergonomische Studie zur Easypharma Compact® Heißzelle wurde kürzlich von einem qualifizierten Experten in zwei radiopharmazeutischen Einrichtungen durchgeführt.

Die Untersuchung bestätigte, dass die Heißzelle optimal an die Arbeitsprozesse der Bediener angepasst ist und sowohl hohe Sicherheit als auch effektiven Strahlenschutz bietet. Dennoch wurden Bereiche identifiziert, in denen ergonomische Verbesserungen erforderlich sind, um das Risiko von Muskel-Skelett-Erkrankungen weiter zu minimieren. Zahlreiche Optimierungen konnten bereits vorgenommen werden:

  • Automatisches Öffnen und Schließen der inneren Durchreiche-Türen sowie der Schubladen.
  • Integration eines Bildschirms auf der Rückseite der Heißzelle, um Kopfbewegungen beim Einsatz des Aktivimeters oder der radiopharmazeutischen Software zu vermeiden.
  • Einbindung des sprachgesteuerten Accurion-226 Dosis-Kalibrators, der niedrige, mittlere und hohe Aktivitäten misst. Er verfügt über einen per Fußpedal höhenverstellbaren Dipper. Die neue Spracherkennungsfunktion (ermöglicht die Auswahl von Isotopen oder Verpackungsarten (Ampulle, Spritze etc.), ohne die Hände aus der Heißzelle nehmen zu müssen.
  • Optionaler ergonomischer Stuhl für eine flexible Sitz-Steh-Position.
  • Kompatibilität mit dem neuen Easylift-Transportwagen zur unterstützten Handhabung besonders schwerer Generatoren (ein Tc-99m-Generator kann je nach Abschirmung bis zu 18 kg wiegen).
  • Optimierung der Bauteilzugänglichkeit und Arbeitsplatzgestaltung für eine verbesserte Ergonomie.

Diese Verbesserungen sind gezielt darauf ausgelegt, Nackenbelastungen zu reduzieren, das Bücken und Verdrehen des Körpers zu minimieren, unangenehme Arm- und Schulterhaltungen zu vermeiden und das Risiko repetitiver Bewegungen zu verringern, die zu Muskel-Skelett-Erkrankungen führen können.

 

Analyse von biomechanischen Faktoren anhand der RULA-Methode. Der Bediener führt wiederholt belastende Bewegungen in unbequemen Positionen in einer Abteilung mit radioaktiven Materialien aus.

 

Shellbox lightweight syringe carrier
Shellbox® abgeschirmter Transportbehälter
Der Shellbox® abgeschirmte Transportbehälter, entwickelt für radiopharmazeutische Spritzen, wurde konzipiert, um die Arbeitsbedingungen von Gesundheitsfachkräften zu verbessern und gleichzeitig eine sichere Abgabe der Dosen an die Patienten zu gewährleisten. Das Design wurde überarbeitet, und das Gewicht wurde auf nur 1,6 kg reduziert (manche Spritzenbehälter wiegen bis zu 12 kg). Dies wurde erreicht, indem die Abschirmung direkt um die Spritze herum so nah wie möglich an die Quelle positioniert wurde, um die Strahlenexposition zu minimieren und gleichzeitig die leichteste Lösung anzubieten.

Mit dem Ziel, Muskel-Skelett-Erkrankungen bei der Handhabung schwerer Lasten zu reduzieren, ermöglicht der patentierte motorisierte Easylift-Transportwagen den mühelosen Auspack-, Transport- und Installationsvorgang abgeschirmter Behälter in Heißzellen oder radiopharmazeutischen Einrichtungen.

Sein ergonomisches Design und der optimale Strahlenschutz gewährleisten die Sicherheit der Bediener bei jeder Handhabung. Der Easylift ist mit einer Vielzahl austauschbarer Werkzeuge kompatibel und eignet sich sowohl für verschiedene Generatoren als auch für abgeschirmte Behälter fluorbasierter Radiopharmaka für PET-Geräte.

Easydrop+ shielded bin

Easydrop®+ Abfallbehälter

Der neue Easydrop®+ abgeschirmte Abfallbehälter wurde für die sichere und praktische Lagerung, Eindämmung und den Zerfall kontaminierter sowie radioaktiver, potenziell infektiöser medizinischer Abfälle entwickelt.

Seine patentierten Öffnungssysteme – entweder mit vollständigem Schiebedeckel oder teilweisem Drehverschluss – ermöglichen die Entsorgung von Abfällen, ohne schwere Lasten heben zu müssen, und gewährleisten dabei umfassenden Strahlenschutz.

Der Easydrop®+ ist vielseitig einsetzbar, kompatibel mit allen radioaktiven Elementen und Abfallgrößen und bietet eine neue Dimension an Komfort im täglichen Arbeitsablauf.

Mit der weltweiten Expansion der Nuklearmedizin und radiopharmazeutischen Abteilungen sowie der steigenden Zahl an Untersuchungen und Behandlungen nehmen Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) weiter zu. Diese Erkrankungen können langfristig zu Einschränkungen führen und es medizinischem Fachpersonal erschweren, in Abteilungen mit radioaktiven Materialien zu arbeiten.

Um den praktischen Anforderungen der Nuklearmedizin gerecht zu werden, bietet die STOP MSE-Produktreihe von Lemer Pax die ultimative Strahlenschutzlösung. Durch kontinuierliche Innovation in Design und Entwicklung setzt Lemer Pax neue Maßstäbe in Sicherheit, Ergonomie und Effizienz, um das zu schützen, was am wichtigsten ist: das Leben!


[1] https://www.ameli.fr/entreprise/sante-travail/risques/troubles-musculosquelettiques-tms/tms-definition-impact